Lokale Onlinezeitungen zu wenig konkurrenzfähig

Sowohl das Zentralschweizer Angebot „Zentral+“, als auch die Berner Onlinezeitung „Journal B“  sehen sich mit Schwierigkeiten konfrontiert. Dies berichtet SRF im „Rendez-Vous“. Der Aufbau harzt: Es fehlt an Reichweite und Werbegeldern. Nötig wäre mehr Personal, um gut recherchierte Eigengeschichten zu lancieren. Doch dafür kommen zu wenig Einnahmen herein. Ein Teufelskreis. Und wiedermal stellen sich medienpolitisch altbekannte Fragen:

  • Wie viel Medienvielfalt brauchen wir?
  • Ist diese überhaupt noch im Rahmen des freien Marktes realisierbar?
  • Presseförderung: Ja, nein? Und wenn ja: Wie und wieviel?
  • Wie müsste ein konkurrenzfähiges Angebot aussehen?

Das Beispiel der lokalen Onlinezeitungen, angetreten mit hehren Zielen für die Medienvielfalt, zeigt , dass sich der Markteintritt sehr schwierig gestaltet. Eine gute Position im Markt lässt sich oft nur durch hohe Investitionen erreichen. Spielt also der Wettbewerb im Medienmarkt genug? Die Frage des Marktversagens ist momentan auch in der Diskussion um die Sonderstellung der SRG relevant: http://www.persoenlich.com/news/medien/weko-ussert-bedenken-gegen-generelle-haushaltsabgabe-306241#.UY1Wzb0trg0 .

Die weitere Entwicklung von „Zentral+“ und „Journal B“ könnte durchaus Aufschlüsse zur Beantwortung der obigen Fragen liefern. Ich persönlich hoffe, dass sie nur noch etwas mehr Zeit brauchen. Aber ob das ein realistisches Szenario ist, bleibt zweifelhaft.

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